Im ersten Quartal 2025 sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland spürbar gestiegen, besonders in Metropolen. Der German Real Estate Index (GREIX), erstellt von Gutachterausschüssen, ECONtribute und dem Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), zeigt ein kräftiges Marktwachstum trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die Daten, basierend auf notariell beglaubigten Verkaufspreisen, sind für 21 Städte und Landkreise, neu einschließlich Kreis Mettmann, auf www.greix.de verfügbar.
Gegenüber dem Vorquartal stiegen Eigentumswohnungen um 1,0 %, Mehrfamilienhäuser um 1,1 %, während Einfamilienhäuser mit 0,1 % nahezu stagnierten. Im Jahresvergleich (Q1 2025 zu Q1 2024) kletterten die Preise für Eigentumswohnungen um 3,2 %, Einfamilienhäuser um 4,7 % und Mehrfamilienhäuser um 8,7 % – das stärkste Wachstum seit Mitte 2022. Die Transaktionszahlen lagen fast ein Drittel über dem Vorjahr.
In Großstädten waren die Preissteigerungen besonders ausgeprägt: Köln verzeichnete für Eigentumswohnungen ein Plus von 3,4 %, Stuttgart 2,1 %, Berlin 1,7 %. Außerhalb der Top-8-Städte stachen Karlsruhe (+3,8 %) und Duisburg (+3,2 %) heraus, während Dresden einen leichten Rückgang (-0,9 %) meldete. Im Vergleich zu den Tiefstständen holten Leipzig (+9 %) und Köln (+8 %) stark auf. Die Preise für Eigentumswohnungen liegen nur noch 10 % unter ihren Höchstständen.
Jonas Zdrzalek, Immobilienexperte am IfW Kiel, sieht das Ende der Zurückhaltung: Käufer akzeptieren die neuen Marktbedingungen und nutzen die wahrgenommene Talsohle. Ob das Tempo anhält, hängt von wirtschaftlicher und geldpolitischer Entwicklung ab.
