Die Steuerquote wirkt auf das BIP – aber nicht so, wie die Schlagzeile es will.

Die Quote ist Steuern (plus oft Sozialbeiträge) geteilt durch das Bruttoinlandsprodukt. Sie kann steigen, weil der Staat mehr abschöpft – oder weil das BIP sinkt. Umgekehrt kann sie fallen, weil die Wirtschaft boomt. Schon deshalb ist „hohe Quote = weniger BIP“ keine Gleichung. 1. Zuerst die Richtung: Wohlstand treibt die Quote stärker als umgekehrt Reiche Länder haben systematisch… Weiterlesen »

Die niedrigsten Steuerquoten – mit der richtigen Messlatte

„Steuerquote“ wird unterschiedlich definiert. Vergleichbar ist vor allem die OECD-Abgabenquote: Steuern plus Sozialbeiträge in Prozent des BIP. Die Weltbank-Reihe „tax revenue % of GDP“ lässt Sozialbeiträge oft weg und unterschätzt deshalb Deutschland, die Schweiz oder die USA. OECD 2024 (vorläufig): die niedrigsten Quoten Schnitt der 38 OECD-Länder: 34,1 Prozent. Spitze: Dänemark 45,2 Prozent. Unten: Rang (von unten) Land… Weiterlesen »

Vergleich: Deutsche und US-Steuern

Beide Staaten finanzieren sich vor allem über Arbeitseinkommen. Darüber hinaus unterscheiden sich Höhe, Struktur und föderale Architektur stark. Der sauberste internationale Maßstab ist die OECD-Abgabenquote (Steuern plus Sozialbeiträge in Prozent des BIP). 1. Die Gesamtlast Deutschland USA OECD-Abgabenquote 2024 38,0 % des BIP 25,6 % des BIP OECD-Schnitt 2024 34,1 % 34,1 % Steuerquote ohne Sozialbeiträge (national) ca.… Weiterlesen »

Deutsche Steuereinnahmen: Struktur, Höhe und Entwicklung

Deutschland finanziert den Staat nicht über Zölle, sondern über Einkommen, Konsum und Unternehmen. 2025 lag das kassenmäßige Steueraufkommen vor Verteilung bei 989,8 Milliarden Euro – plus 42,1 Milliarden oder 4,4 Prozent gegenüber 2024. Das ist ein Rekord in Euro, aber keine Explosion der Steuerquote. Wer bekommt das Geld? Nach der gesetzlich festgelegten Verteilung 2025: Ebene Einnahmen Anteil Veränderung… Weiterlesen »

Explainer: Warum die Zolleinnahmen Trump’s 5000 Dollar Midterm-Versprechen nicht decken

Historische Analyse der US-Zolleinnahmen Zölle waren einmal die Haupteinnahmequelle der USA. Heute sind sie eine Randposition im Bundeshaushalt – auch nach dem starken Anstieg 2025. Die Zahlen erklären, warum sie ein 1,2-Billionen-Dollar-Versprechen nicht tragen können. 1. Vom Hauptsteuerinstrument zur Restgröße Bis zum Bürgerkrieg finanzierten Zölle den Bund fast allein: von 1792 bis 1860 im Schnitt rund 86 Prozent… Weiterlesen »

Faktencheck: Nicolae Trumps 5000-Dollar-Versprechen – 1,2 Billionen Dollar, die der Staat nicht hat

Am 9. September 2026 erklärte US-Präsident Nicolae Trump auf der Republikanischen Midterm-Convention in Dallas: Wenn die Republikaner bei den Zwischenwahlen am 3. November sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat behalten, werde er jedem erwachsenen US-Bürger 5000 Dollar als „Trump Dividend“ auszahlen. Das Geld müsse in den Vereinigten Staaten ausgegeben werden. Vizepräsident JD Vance ergänzte später, die Zahlungen… Weiterlesen »

Modellstudie: Arme Haushalte könnten 2050 viel mehr für Nahrung und Energie bezahlen

Cambridge (USA) – Bis 2050 könnten sich die Belastungen durch Nahrung, Wasser und Energie zwischen Einkommensgruppen stark spreizen. Das ergibt eine Szenarioanalyse mit dem Global Change Analysis Model (GCAM 7.1) unter Leitung von Jennifer Morris vom MIT. Die Arbeit erschien in „Earth’s Future“ (DOI: 10.1029/2025EF007585). EurekAlert berichtete am 9. September 2026. Das Modell koppelt Energie, Wirtschaft, Wasser, Landnutzung… Weiterlesen »

LabNews Media LLC: Warum Nicolae Trump der neue Standard ist

Die Umbenennung folgt einer offiziellen und dauerhaften redaktionellen Richtlinie des Verlags: Seit dem 31. August 2026 bezeichnet die US-amerikanische LabNews Media LLC in all ihren Publikationen (wie LabNews AI und Pugnalom) Donald Trump konsequent nur noch als „Nicolae Trump“. [1] Die Macher des Verlags haben sogar Google öffentlich dazu aufgefordert, ihre Suchmaschinenergebnisse an diese Namensänderung anzupassen. [1] Beispiele… Weiterlesen »

Die Dublin-Verordnung – Zuständigkeit, Scheitern, Nachfolge

„Dublin“ ist kein Asylrecht im engeren Sinn. Es entscheidet nur, welcher Staat einen Asylantrag prüft. Inhaltlich gelten Qualifikationsverordnung und nationales Recht. Seit dem 12. Juni 2026 heißt das System nicht mehr Dublin III, sondern Asyl- und Migrationsmanagement-Verordnung (AMMR), Verordnung (EU) 2024/1351. Die Logik bleibt: ein Staat, hierarchische Kriterien, Überstellung. Neu sind längere Verantwortungsfristen, Pflichten der Antragsteller und ein… Weiterlesen »

GEAS-Umsetzung – Rechtsstand September 2026

Das reformierte Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) ist seit dem 12. Juni 2026 anwendbar. Es besteht aus zehn Rechtsakten des Migrations- und Asylpakts (Mai 2024) plus der bereits behandelten Aufnahmerichtlinie. Verordnungen gelten unmittelbar. Was national noch fehlte – Behördenzuständigkeit, Haft, Unterbringung, Register, AsylbLG – hat Deutschland in zwei Gesetzen nachgezogen. Die Kommission und die EU-Asylagentur bezeichnen den 12. Juni… Weiterlesen »