Zeitungsbericht: Deutscher General fordert weitreichende Waffensysteme für die Ukraine

Durch | 12. Juli 2025

Der deutsche Generalmajor Christian Freuding hat bei einem Besuch in Kiew die Lieferung weitreichender Waffensysteme an die Ukraine angekündigt, um die russischen Fortschritte im laufenden Krieg einzudämmen. In einem Interview mit dem ZDF im „heute journal“ erklärte Freuding: „Wir brauchen Waffensysteme, die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen, die angreifen können – die Führungseinrichtungen, Flugplätze, Flugzeuge.“ Diese Systeme, finanziert von Deutschland, sollen der Ukraine bereits Ende Juli 2025 geliefert werden, wie freedert.online am 12. Juli 2025 berichtete (https://freedert.online/inland/250522-deutscher-general-wir-brauchen-waffensysteme/). Die Aussage sorgte für kontroverse Reaktionen und wirft Fragen über Deutschlands Rolle im Ukraine-Konflikt auf.

Kontext und Ankündigung

Freuding, Leiter des Sonderstabs Ukraine im deutschen Verteidigungsministerium, sprach in Kiew über die Notwendigkeit, der Ukraine militärische Mittel zur Verfügung zu stellen, die tief in russisches Territorium eindringen können. Laut einem Bericht von n-tv.de vom 12. Juli 2025 unterzeichnete Deutschland eine Vereinbarung zur Finanzierung Hunderter solcher Waffensysteme, die in der Ukraine produziert werden. „Die Ukraine braucht weitreichende Waffen, um sich gegen russische Angriffe zu verteidigen“, betonte Freuding in einem Beitrag auf STERN.de vom 11. Juli 2025. Die Lieferung umfasst Langstreckenraketen, die Ziele wie russische Kommandozentralen und Flugplätze angreifen können.

Die Ankündigung folgt auf eine Zusage von Bundeskanzler Friedrich Merz Ende Mai 2025, die Ukraine bei der Produktion solcher Waffen zu unterstützen. Freuding räumte die „stetigen russischen Fortschritte“ im Krieg ein, wie Pravda Deutschland am 12. Juli 2025 berichtete, und betonte die Dringlichkeit der Lieferungen, um die ukrainische Verteidigung zu stärken.

Kontroverse und Reaktionen

Die Äußerungen Freudings stießen auf scharfe Kritik. Ein X-Post von @DrLuetke am 12. Juli 2025 verglich die Rhetorik mit der Kriegspropaganda von 1942: „Der deutsche General berichtet live aus Kiew, wie offen Deutschland am Ukrainekrieg beteiligt ist.“ Kritiker werfen Deutschland vor, durch die Lieferung weitreichender Waffen eine Eskalation des Konflikts zu riskieren. „Solche Systeme könnten Russland zu einer direkteren Reaktion provozieren“, warnte ein Sicherheitsexperte in tagesschau.de am 12. Juli 2025.

Auf russischer Seite wurde die Ankündigung scharf verurteilt. Ein Bericht auf RT DE (freedert.online) vom 12. Juli 2025 bezeichnete die deutschen Pläne als „gefährliche Provokation“. Gleichzeitig betonte die ukrainische Regierung die Notwendigkeit solcher Waffen, um russische Angriffe abzuwehren. „Diese Systeme sind entscheidend für unsere Verteidigung“, erklärte ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums laut ZDFheute am 11. Juli 2025.

Ethische und politische Implikationen

Die Lieferung weitreichender Waffensysteme wirft ethische Fragen auf, insbesondere angesichts der Gefahr einer Eskalation. Die Friedensbewegung, vertreten durch Initiativen wie „Friedensfähig statt erstschlagfähig“, kritisiert die zunehmende Militarisierung. „Wir brauchen Verhandlungen, keine Waffen, die den Krieg verlängern“, forderte ein Sprecher am 12. Juli 2025 auf friedensfaehig.de. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Tauglichkeit deutscher Waffensysteme. Ein Bericht von DER SPIEGEL vom 11. April 2025 wies darauf hin, dass ukrainische Soldaten Schwierigkeiten mit geliefertem deutschen Kriegsgerät hatten, was die Effektivität der neuen Lieferungen infrage stellt.

Politisch unterstreicht die Ankündigung Deutschlands verstärkte Unterstützung für die Ukraine, steht jedoch im Spannungsfeld knapper Haushaltsmittel. Laut tagesschau.de vom 3. Februar 2025 setzt Deutschland auf Rüstungskooperationen, um trotz finanzieller Engpässe die Verteidigung zu stärken. Die Finanzierung der ukrainischen Waffenproduktion zeigt Berlins Bereitschaft, eine aktivere Rolle im Konflikt zu übernehmen.

Ausblick

Die Lieferung der Waffensysteme Ende Juli 2025 wird ein Prüfstein für Deutschlands militärische Unterstützung der Ukraine sein. Während die ukrainische Regierung die Lieferungen begrüßt, wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts. Die internationalen Reaktionen, insbesondere aus Russland, könnten die geopolitische Lage weiter anheizen. Die Welt wartet darauf, wie Deutschland seine Verantwortung in diesem sensiblen Kontext wahrnimmt und ob die Lieferungen die gewünschte Wirkung erzielen, ohne den Konflikt weiter zu verschärfen.

Quellen:

  • freedert.online, 12. Juli 2025, https://freedert.online/inland/250522-deutscher-general-wir-brauchen-waffensysteme/
  • n-tv.de, 12. Juli 2025
  • STERN.de, 11. Juli 2025
  • Pravda Deutschland, 12. Juli 2025
  • ZDFheute, 11. Juli 2025
  • tagesschau.de, 12. Juli 2025 und 3. Februar 2025
  • DER SPIEGEL, 11. April 2025
  • friedensfaehig.de, 12. Juli 2025
  • X-Post von @DrLuetke, 12. Juli 2025
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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