Trump unter Druck: MAGA-Basis empört über ausbleibende Epstein-Akten

Durch | 14. Juli 2025

US-Präsident Donald Trump sieht sich wachsender Kritik aus seiner eigenen MAGA-Bewegung (Make America Great Again) ausgesetzt, da die von ihm versprochene Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall Jeffrey Epstein ausbleibt. Die sogenannte „Kundenliste“ mit prominenten Namen, die Trump während seines Wahlkampfs wiederholt thematisierte, existiere nicht, erklärten Justizministerin Pam Bondi und FBI-Chef Kash Patel am 7. Juli. Diese Kehrtwende hat eine Welle der Empörung unter Trumps Anhängern ausgelöst, die von Wortbruch und möglicher Vertuschung sprechen.

Der Fall Jeffrey Epstein, der 2019 unter mysteriösen Umständen in seiner Gefängniszelle starb, bleibt ein Zankapfel in der US-Politik. Dem Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und einflussreichen Persönlichkeiten zugeführt zu haben. Trump hatte versprochen, die Akten zu veröffentlichen, um Licht in die Verstrickungen zu bringen, doch die Ankündigung von Bondi und Patel, dass keine neuen Erkenntnisse vorliegen, entfachte einen Sturm der Kritik. „Das ist über alle Maßen widerlich“, wetterte der einflussreiche Radiomoderator Alex Jones auf X, während die rechtsaußen Influencerin Laura Loomer die Entlassung von Bondi forderte: „Trump sollte sie feuern, weil sie seine Basis belogen hat.“

Trump reagierte sichtlich gereizt auf die Vorwürfe. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er am Samstag: „Was ist mit meinen ‚Jungs‘ und in manchen Fällen auch ‚Mädels‘ los? Sie haben es alle auf Justizministerin Pam Bondi abgesehen, die einen FANTASTISCHEN Job macht!“ Er betonte, die USA hätten eine „perfekte Regierung“, und kritisierte „egoistische Menschen“, die diese wegen Epstein schädigen würden. „Wir sind in einem Team, MAGA, und mir gefällt nicht, was passiert“, fügte er hinzu, um die Einheit seiner Bewegung zu beschwören.

Die Spannungen werden durch Spekulationen über Trumps eigene Verbindungen zu Epstein angeheizt. In den frühen 2000er-Jahren verkehrte Trump in denselben Kreisen wie Epstein, und sein Name tauchte in Dokumenten auf, ohne dass ihm Fehlverhalten nachgewiesen wurde. Einige MAGA-Anhänger vermuten nun, Trump selbst könnte auf der vermeintlichen „Kundenliste“ stehen, was das Misstrauen schürt.

Elon Musk, ehemaliger Trump-Berater und nun Gegner, nutzt die Kontroverse für seine neu gegründete „America Party“. Anfang Juni warf Musk Trump auf X vor, in den Akten genannt zu werden, und fragte: „Wie können Menschen Trump vertrauen, wenn er die Epstein-Akten nicht veröffentlicht?“ Musk plant, den Skandal im Wahlkampf für die Kongresswahlen 2026 auszunutzen, um Stimmen von den Republikanern abzuwerben.

Die Debatte wird durch Ungereimtheiten im Fall befeuert. Das FBI veröffentlichte ein Video aus Epsteins Todesnacht, das beweisen soll, dass niemand seine Zelle betrat, doch fehlende 62 Sekunden im Material nähren Verschwörungstheorien. Bondi hatte zudem im Februar von „Zehntausenden“ von Videos gesprochen, die sensible Inhalte zeigen, erklärte nun aber, dass eine Veröffentlichung unangemessen sei.

Während einige MAGA-Anhänger an eine „tiefen Staat“-Verschwörung glauben, die Trump dazu zwinge, die Akten zurückzuhalten, sehen andere in seinem Schweigen einen Verrat. Die Kontroverse droht, einen Keil in die MAGA-Bewegung zu treiben und Trumps Autorität zu untergraben, während die Frage nach der Wahrheit im Fall Epstein weiterhin unbeantwortet bleibt.

Autoren-Avatar
LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände