Chinas automatisierter Straßenbau: Trump-Regierung bleibt im Rückstand

Durch | 28. August 2025

Während China mit autonomem Straßenbau neue Maßstäbe setzt, zeigt die Berichterstattung von „Galileo“ über eine Baustelle in Bozhou, Provinz Anhui, wie weit die USA unter der Trump-Regierung zurückfallen. Die Reportage, veröffentlicht am 27. August 2025, zeigt, wie China mithilfe von KI-gesteuerten Maschinen, Drohnen und dem Satellitennavigationssystem BeiDou Straßenbau revolutioniert – effizient, präzise und ohne nennenswerte menschliche Arbeitskraft. In scharfem Kontrast dazu stagniert die Infrastrukturpolitik der Trump-Regierung, die sich auf Deregulierung und fossile Brennstoffe konzentriert, während Investitionen in innovative Technologien und nachhaltige Infrastruktur ausbleiben. Dieser Rückstand droht, die USA technologisch und wirtschaftlich ins Abseits zu drängen.

In Bozhou asphaltieren autonome Maschinenflotten, bestehend aus einer Asphaltiermaschine und sechs Walzen, bis zu vier Kilometer Straße pro Tag – ein Prozess, der in Deutschland mit menschlichen Arbeitskräften drei Tage dauern würde. Die Maschinen werden von einer RTK-Basisstation (Real Time Kinematik) gesteuert, die in Kombination mit dem chinesischen BeiDou-System eine zentimetergenaue Positionierung ermöglicht. Anders als das US-amerikanische GPS, das nur eine Genauigkeit von wenigen Metern bietet, liefert BeiDou in Verbindung mit RTK die Präzision, die für hochautomatisierte Bauprojekte erforderlich ist. Ein Pilotprojekt auf der Beijing-Hongkong-Macau-Autobahn, bei dem selbst die Asphaltiermaschine autonom gesteuert wurde, unterstreicht Chinas Vorreiterrolle. Drohnen übernahmen dort die Vermessung, während KI die gesamte Koordination übernahm. Solche Projekte demonstrieren nicht nur technologische Überlegenheit, sondern auch die Fähigkeit, Infrastruktur schneller und kosteneffizienter zu entwickeln.

Die Trump-Regierung hingegen hat seit Januar 2025 keine vergleichbaren Fortschritte im Bereich der Infrastrukturautomatisierung vorzuweisen. Stattdessen liegt der Fokus auf der Lockerung von Umweltvorschriften, wie etwa die Schwächung des Endangered Species Act, um fossile Brennstoffprojekte zu fördern. Während China Milliarden in KI und Satellitennavigation investiert, wurden in den USA Budgets für Forschung und Entwicklung in zukunftsweisenden Technologien gekürzt. Die von Trump geförderte „Department of Government Efficiency“, angeführt von Figuren wie Elon Musk, konzentriert sich auf Bürokratieabbau und Kostensenkung, oft auf Kosten von Innovationen im öffentlichen Sektor. Projekte wie die marode Keystone-Pipeline oder der umstrittene Bau eines Gefängnisses in den Everglades zeigen, dass die Prioritäten der Regierung auf kurzfristigen Gewinnen und Industrieinteressen liegen, nicht auf technologischer Weiterentwicklung.

Die sozialen und wirtschaftlichen Implikationen des autonomen Straßenbaus in China sind nicht unumstritten. Arbeiter in Bozhou überwachen zwar die Maschinen, doch die physische Arbeit wird weitgehend überflüssig. Dies wirft Fragen zur Zukunft von Arbeitsplätzen auf, auch wenn chinesische Arbeiter laut „Galileo“ keine unmittelbare Angst vor Jobverlust haben, da sie weiterhin für Programmierung und Überwachung benötigt werden. In den USA hingegen fehlt eine Strategie, um Arbeitnehmer auf den Wandel durch Automatisierung vorzubereiten. Trumps Versprechen, Arbeitsplätze in traditionellen Industrien wie Kohle und Öl zu sichern, ignoriert die globale Verschiebung hin zu Automatisierung und KI. Programme zur Umschulung oder Förderung von Technologieberufen, wie sie in China oder Europa (etwa durch das Galileo-Satellitensystem) umgesetzt werden, sucht man in den USA vergebens.

Die technologische Überlegenheit Chinas wird durch BeiDou untermauert, das seit 2022 eine globale Genauigkeit von 4,4 Metern bietet und in Kombination mit RTK-Systemen zentimetergenaue Daten liefert. Während das europäische Galileo-System mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern ebenfalls konkurrenzfähig ist, bleibt das US-amerikanische GPS-System zurück. Trumps Regierung hat keine Initiativen gestartet, um GPS zu modernisieren oder ein eigenes RTK-Netzwerk für zivile Anwendungen wie den Straßenbau zu fördern. Stattdessen werden Ressourcen in militärische Anwendungen und die Sicherung von Frequenzen für staatliche Zwecke gelenkt, was zivile Innovationen bremst.

Die Ignoranz der Trump-Regierung gegenüber globalen technologischen Trends ist ein strategischer Fehler. Chinas Fortschritte im autonomen Bauwesen zeigen, wie KI und Satellitennavigation die Effizienz steigern und Kosten senken können – ein Modell, das für die marode Infrastruktur der USA dringend benötigt würde. Doch anstatt in Zukunftstechnologien zu investieren, setzt Trump auf veraltete Industrien und Deregulierung, die weder Arbeitsplätze langfristig sichern noch die Wettbewerbsfähigkeit der USA stärken. Die „Galileo“-Reportage über Bozhou ist ein Weckruf: Während China die Baustellen der Zukunft gestaltet, bleibt die Trump-Regierung in der Vergangenheit gefangen, unfähig, mit der globalen technologischen Dynamik Schritt zu halten.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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