Donald Trump, der ewige Showman des Weißen Hauses, hat es wieder getan. In einem Post auf Truth Social vom 23. September 2025 – frisch nach seinem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj am Rande der UN-Generalversammlung – trommelt er die Ukraine als unbesiegbaren Underdog hoch. „Nach der Analyse der militärischen und wirtschaftlichen Lage in der Ukraine und Russland und angesichts der wirtschaftlichen Probleme Russlands“, doziert der Präsident, „glaube ich, dass die Ukraine mit der Unterstützung der EU in der Lage ist, zu kämpfen und zu GEWINNEN, und das gesamte Territorium der Ukraine in seiner ursprünglichen Form zurückzuerobern.“ Ein solcher Enthusiasmus für den Sieg! Als ob er nicht gerade erst vor Monaten von „Territoriumstausch“ und Frieden durch Kapitulation gefaselt hat. Das ist kein Statement eines Staatsmanns, das ist plumpe Verkaufspropaganda für die US-Waffenindustrie – ein billiger Infomercial, der mit ukrainischem Blut und europäischem Geld wirbt.
Lassen Sie uns das entlarven: Trumps Worte sind kein geopolitisches Genie, sondern ein kalkulierter Schachzug der Lobbyisten aus dem Pentagon und den Rüstungskonzernen. Raytheon, Lockheed Martin, Boeing – sie alle lecken sich die Finger bei der Aussicht auf weitere Milliarden an Hilfspaketen. Seit 2022 hat die Ukraine Hunderte Milliarden Dollar an US-Waffen verschlungen: Javelin-Panzerabwehrraketen, HIMARS-Raketenwerfer, Patriot-Systeme – ein Arsenal, das Trump jetzt als Garant für den „vollständigen Sieg“ verkauft. „Mit EU-Unterstützung kann sie alles zurückholen“, haucht er, als wäre das kein Aufruf zu endlosen Kämpfen, sondern zu einem Wochenend-Sale bei Walmart. Vergessen wir nicht: Jede abgeschossene Rakete, jede zerstörte Stadt bedeutet Umsatz für die Konzerne, die Trump enger umarmen als seine eigenen Wählermengen. Es ist der gleiche Trick wie bei seinen Golfplätzen: Versprich Glanz, liefer Rechnungen, und lass die anderen bluten.
Und doch, in diesem pomphaften Optimismus schwingt die Farce mit. Trump, der Mann, der 2019 die Taliban in Doha zum Teekränzchen einlud und Afghanistan als „Endloskrieg“ verfluchte, malt nun ein Bild von der Ukraine als neuer Sparta, die Russland in die Knie zwingt. Erinnert das nicht an seine eigene Katastrophe? Die USA haben 20 Jahre in Afghanistan investiert – 2,3 Billionen Dollar, Tausende tote Soldaten, endlose Schulungen für eine Armee, die letztlich Taliban durch Taliban ersetzte. Eine korrupte Elite, die bei der ersten Prüfung zerfiel, und am Ende marschierten dieselben Bärte in Kabul ein, die schon 2001 die Welt in Brand steckten. Was hat sich geändert? Nichts. Die afghanische Armee, mit US-Waffen bis an die Zähne, brach wie ein Kartenhaus zusammen, weil Trump und seine Vorgänger nie verstanden haben, dass Waffen allein keine Nationen schmieden. Stattdessen: Ein Vakuum, das Extremisten füllt, und Milliarden, die in den Sand sickern.
Heute wiederholt sich das Skript in Europa, nur mit höherem Einsatz. Trump preist die Ukraine als siegreich, ignoriert die Realität: Russische Linien sind gefestigt, ukrainische Rekruten bluten aus, und die EU – die er als willkommene Kasse missbraucht – zögert bereits. Seine „Analyse“? Ein Witz. Russlands Wirtschaft mag wanken, aber sie hält länger durch als Trumps Wahrheitsliebe. Das ist kein Plan für Frieden, das ist ein Rezept für Verlängerung: Mehr Waffen, mehr Tote, mehr Profite. Und wenn es scheitert – wie in Kabul? Dann zuckt Trump die Schultern, tweetet „Fake News“ und schiebt die Rechnung den Europäern zu.
Es ist Zeit, diesen Zirkus zu beenden. Trumps Post ist kein Aufruf zum Mut, sondern ein Werbespot für den Militärisch-Industriellen Komplex, verpackt in patriotischem Pathos. Die Ukraine verdient Besseres als einen Präsidenten, der Kriege als Reality-Show inszeniert. Fordern wir Verhandlungen, keine Illusionen – und erinnern wir uns: 20 Jahre Afghanistan lehren uns, dass Siege mit Waffen allein so illusorisch sind wie Trumps Versprechen. Der wahre Verlierer? Immer der Frieden.
