Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 5,98 Millionen Straftaten registriert. Gegenüber 2023 entspricht dies einem leichten Anstieg um 1,2?Prozent. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 41,8?Prozent, wenn Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz mitgezählt werden. Ohne diese ausländerrechtlichen Verstöße betrug der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen etwa 35,4?Prozent. Der Ausländeranteil an der Bevölkerung lag im Jahr 2024 bei rund 15?Prozent.
Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen machten Zuwanderer (also Asylbewerber, Schutzberechtigte, Geduldete und Personen mit laufenden Asylverfahren) etwa 13?Prozent aus. Das BKA registrierte rund 255.000 Fälle mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer – eine Zunahme um 28,6?Prozent gegenüber 2023[1][2].
Gewalt- und Eigentumsdelikte
Von den gesamten Straftaten entfielen 2024 etwa 12?Prozent auf Gewaltdelikte. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger war hier überdurchschnittlich hoch: Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung lag der Anteil bei rund 42?Prozent, bei Raubdelikten bei über 50?Prozent. Laut PKS sind jüngere Männer zwischen 18 und 30 Jahren besonders häufig tatverdächtig, unabhängig von der Nationalität, was sich auch in der demografischen Struktur vieler Zuwanderergruppen widerspiegelt[1][2].
Sexualdelikte
Im Jahr 2024 wurden deutschlandweit 15.750 Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder sexuellen Übergriffen erfasst. Das entspricht einem Anstieg von rund 9?Prozent gegenüber 2023.
Von den 9.920 ermittelten Tatverdächtigen waren 3.970 nichtdeutsche Personen, was einem Anteil von 40?Prozent entspricht.
Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen stellten syrische Staatsangehörige mit 16?Prozent die größte Gruppe dar, gefolgt von afghanischen (11?Prozent), irakischen (8?Prozent), türkischen (7?Prozent) und rumänischen (6?Prozent) Tatverdächtigen.
Bei Gruppenvergewaltigungen lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei rund 58?Prozent. Insbesondere in westdeutschen Großstädten mit hoher Zuwandererdichte ist dieser Anteil überdurchschnittlich[2][3][4].
Regionale Unterschiede
Bundesländer mit einem überdurchschnittlichen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger sind laut PKS 2024:
- Berlin (48?Prozent),
- Bremen (46?Prozent),
- Hamburg (44?Prozent),
- Nordrhein-Westfalen (43?Prozent).
In ostdeutschen Flächenländern lag der Anteil zwischen 27?und?32?Prozent. Die Unterschiede korrelieren mit dem Anteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit an der Bevölkerung[2].
Tötungs- und Rohheitsdelikte
Bei Mord- und Totschlagsdelikten lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 2024 bei 34?Prozent, nahezu unverändert gegenüber den Vorjahren. Bei Raubdelikten lagen die Tatverdächtigenanteile nichtdeutscher Personen bei 51?Prozent. Besonders häufig vertreten waren Tatverdächtige aus den Balkanstaaten und Nordafrika[1][2].
Diese Daten stammen aus den offiziellen Bundeskriminalamt-Datenreihen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 sowie dem Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung (BKA 2025). Sie bilden das aktuellste zugängliche Zahlenmaterial zur Kriminalitätsentwicklung in Deutschland aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit ab[1][2][3][4].
Quellen:
[1] Kriminalität im Kontext von Zuwanderung https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung_node.html
[2] Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html
[3] Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuelle Übergriffe https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2024/BundesdatenDelikte/04_VergewaltigungSexNoetigungBRD.html
[4] Entwicklung der Vergewaltigungszahlen nach Täter … https://lab-news.de/entwicklung-der-vergewaltigungszahlen-nach-taeter-nationalitaeten-in-deutschland-2015-2025/
