Der Conference Board Employment Trends Index (ETI) ist im September leicht auf 106,84 Punkte gestiegen, nach einer revidierten Marke von 106,68 im August. Der führende Indikator für die US-Beschäftigungsentwicklung signalisiert damit weiterhin Stabilität auf dem Arbeitsmarkt, obwohl das Niveau nahe am pandemiebedingten Tief liegt.
Fünf der acht Index-Komponenten trugen positiv bei, darunter die Einschätzung der Verbraucher, dass Jobs leichter zu finden seien, sowie Stellenanzeigen, das Verhältnis unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigung und Indikatoren wie Industrieproduktion und realer Umsatz im Handel. Negativ wirkten vor allem der Rückgang bei Zeitarbeitskräften und ein leichter Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Der Arbeitsmarkt bleibt in einem „Low-Hire, Low-Fire“-Modus: Kündigungen und Arbeitslosigkeit sind niedrig, die Einstellungsbereitschaft gedämpft. Der Anteil kleiner Unternehmen mit offenen Stellen, die nicht besetzt werden können, liegt weiter bei nur 32 Prozent – dem tiefsten Wert seit der Pandemie. Auch die Verbraucher bewerten die Jobsuche etwas entspannter.
Experten sehen den leichten Anstieg als Zeichen, dass der Arbeitsmarkt vor dem Beginn des 43-tägigen Government-Shutdowns am 1. Oktober noch solide dastand. Die nächsten offiziellen Arbeitsmarktdaten des Bureau of Labor Statistics, die nun für den 16. Dezember erwartet werden, könnten jedoch erste negative Effekte der Haushaltssperre und der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit zeigen.
Insgesamt bleibt der ETI ein verlässlicher Frühindikator: Steigt er, wächst in der Regel auch die Beschäftigung in den kommenden Monaten – und umgekehrt. Aktuell deutet er auf eine Fortsetzung der robusten, aber verhaltenen Entwicklung hin.
