Britische Millionäre fliehen aus dem Vereinigten Königreich: Nahezu 16.500 HNWIs ziehen 2025 in den Nahen Osten

Durch | 12. Dezember 2025

Das Vereinigte Königreich erlebt den größten Abfluss von Millionären aller Zeiten: Prognosen deuten auf einen Nettoverlust von rund 16.500 High-Net-Worth-Individuals (HNWIs) hin, die 2025 das Land verlassen werden. Dies entspricht einem Vermögen von 91,8 Milliarden US-Dollar und übertrifft den Abfluss aus China um mehr als das Doppelte. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) profitieren als weltweit führendes Ziel für einwandernde Millionäre und ziehen jährlich nahezu 10.000 neue HNWIs an. Die Finanzberatung Holborn Assets meldet einen 35-prozentigen Anstieg von Anfragen britischer Expats, die Unterstützung bei der Umzugsvorbereitung suchen.

Der Trend beschleunigt sich: Nach 4.000 Abgängen 2023 und fast 10.000 im Vorjahr ist der Ausstieg aus dem UK nun Rekordniveau erreicht. Ursachen sind die Abschaffung des Non-Dom-Steuerregimes durch die Labour-Regierung, höhere Kapitalertrags-, Erbschafts- und Vermögenssteuern sowie ein zunehmend komplexes Steuersystem. Experten sehen darin den Verlust eines traditionellen Vorteils Londons als globalem Finanzzentrum. Im Gegensatz dazu bieten Golf-Staaten wie die VAE, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain steuerfreie Einkünfte, dynamische Volkswirtschaften und hohe Lebensqualität. Städte wie Dubai, Abu Dhabi, Riad und Doha ziehen britische HNWIs massiv an.

Simon Parker, COO von Holborn Assets, betont: Der Abfluss sei kein langsamer Verlust, sondern ein Exodus, getrieben durch die unattraktive Steuerlandschaft im UK. Viele Briten wählen den Nahen Osten, um ihr Vermögen langfristig zu schützen. CEO Robert Parker fügt hinzu, dass Expats heute strategischer planen: Sie holen sich Beratung vor dem Umzug, um Fehler bei Steuern, Pensionen und Vermögensmanagement zu vermeiden.

Eine Umfrage von HSBC und Ipsos unter internationalen Umzugswilligen zeigt, dass fast die Hälfte (45 Prozent) unsicher ist, wie sie ihre Finanzen grenzüberschreitend managen soll, und 59 Prozent sorgen sich um Steuer- und Compliance-Fragen. Fast die Hälfte erwartet einen Cashflow-Knappheitsfall bei der Ankunft, und über die Hälfte kämpft mit der Einrichtung essenzieller Dienste wie Kreditkarten oder Versorgung, da Kreditgeschichten nicht übertragbar sind. 51 Prozent fühlen sich finanziell unvorbereitet, da niemand sie beraten hat.

Holborn Assets, seit 1998 als familiengeführtes Unternehmen aktiv, verwaltet über 2 Milliarden US-Dollar und berät Expats in 23 Büros weltweit zu Finanzplanung, Investitionen, Versicherungen, Rente und Erbschaft. Der Anstieg britischer Anfragen spiegelt wider, dass Umzüge komplexer geworden sind: Von Visumoptionen bis hin zu dauerhafter Residenz. Der Beraterumfang umfasst auch rechtliche Etablierung im neuen Land.

Für Golfwirtschaften ist dies eine Chance: Mit null Einkommenssteuer, unternehmensfreundlichen Regeln und hoher Lebensqualität festigen sie ihre Rolle als Vermögensmagneten. Der globale Millionären-Abfluss aus dem UK signalisiert einen Wandel in der Vermögensverteilung: Während Europa HNWIs verliert, gewinnen Asien und der Nahe Osten. Experten warnen, dass der UK ohne Reformen – wie attraktivere Einwanderungspfade für Investoren – weiter an Wettbewerbsfähigkeit einbüßt.


Quelle: Holborn Assets.

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Autor: LabNews Media LLC

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