Egan-Jones warnt: „Kapitalistischer Kommunismus“ verändert globale Märkte und stellt westliche Annahmen auf den Prüfstand

Durch | 27. Januar 2026

Die Ratingagentur Egan-Jones Ratings Co. (NRSRO) hat eine neue Analyse veröffentlicht, die den Aufstieg hybrider Wirtschaftsmodelle – vom Autor als „capitalistic communism“ bezeichnet – als zentrale Herausforderung für die globale Wirtschaft und Investoren beschreibt. Das Papier argumentiert, dass ehemals streng kommunistische Staaten heute zu hochkompetitiven Akteuren im kapitalistischen Weltsystem geworden sind und dabei viele klassische westliche Wirtschafts- und Politikannahmen widerlegen.

Kernargumente der Egan-Jones-Analyse

  1. Ironie der Geschichte
    Marx prognostizierte den Zusammenbruch des Kapitalismus durch innere Widersprüche. Stattdessen haben sich kommunistische Einparteiensysteme als äußerst erfolgreiche Konkurrenten im globalen Kapitalismus etabliert – und nutzen marktwirtschaftliche Mechanismen gezielt zur Stärkung staatlicher Macht.
  2. Vietnam als Vorreiter
    Seit den ??i M?i-Reformen von 1986 hat Vietnam systematisch marktorientierte Elemente eingeführt, um wiederholte wirtschaftliche Misserfolge zu überwinden. Ergebnis: Starkes Wachstum, steigender Lebensstandard – unter unveränderter Kontrolle der Kommunistischen Partei.
  3. China als Prototyp des Modells
    Deng Xiaopings berühmter Satz „Es ist egal, ob die Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache sie fängt Mäuse“ markierte den Abschied vom reinen Kollektivismus. China kombiniert seither:
  • aggressive Marktanreize
  • massiven Staatskapitalismus
  • strenge politische Kontrolle
    Der Staat fördert Unternehmen massiv (Finanzierung, Landvergabe, Genehmigungen), solange sie die Autorität der Partei nicht gefährden.
  1. Widerlegung westlicher Dogmen
    Egan-Jones stellt die These infrage, dass repräsentative Demokratie Voraussetzung für langfristigen Wohlstand sei. Historische Beispiele wie die Niederländische Republik (17. Jh.) und das Britische Empire zeigten enormes Wirtschaftswachstum unter nicht-demokratischen oder eingeschränkt-demokratischen Systemen. Heute nutzen China & Co. ähnliche Vorteile: schnelle Entscheidungen, langfristige Planung, geringe politische Störanfälligkeit.
  2. Wettbewerbsverzerrung für westliche Unternehmen
    Staatlich unterstützte Konkurrenten aus „kapitalistisch-kommunistischen“ Systemen bieten oft günstigere Preise, schnellere Skalierung und aggressivere Subventionen. Das schafft massive Herausforderungen für westliche Firmen – ohne dass diese auf vergleichbare staatliche Hilfen zurückgreifen können.

Fazit der Ratingagentur

„Capitalistic communism“ ist weder reiner Kapitalismus noch klassischer Kommunismus, sondern ein neues Paradigma: Marktwirtschaft im Dienste autoritärer Staatsmacht. Es birgt Risiken (Wettbewerbsverzerrung, geopolitische Abhängigkeiten) und Chancen (Zugang zu riesigen Wachstumsmärkten). Für institutionelle Investoren und Risikomanager sei es essenziell, dieses veränderte globale Spielfeld zu verstehen und in Strategien einzupreisen.

Egan-Jones positioniert sich mit der Veröffentlichung als Stimme, die konventionelle westliche Narrative hinterfragt und auf die reale Machtverschiebung in der Weltwirtschaft hinweist. Die Analyse richtet sich primär an institutionelle Investoren, Fondsmanager und Risikoverantwortliche in Banken und Vermögensverwaltungen.

Hintergrund zu Egan-Jones
Egan-Jones ist seit 1995 als anerkannte Ratingagentur (NRSRO) tätig und bekannt für unabhängige Kreditratings sowie Proxy-Beratung. Die Agentur hat sich wiederholt als kritische Stimme gegenüber Mainstream-Annahmen profiliert.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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