Das US-Justizministerium hat drei bislang fehlende FBI-Protokolle („302 memos“) online gestellt, die Interviews zu unbestätigten Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gegen den damaligen Präsidenten Donald Trump dokumentieren. Die Dokumente waren in der umfangreichen Aktenfreigabe zum Jeffrey-Epstein-Fall zunächst nicht enthalten gewesen.
Eine Analyse von CNN hatte ergeben, dass Dutzende Zeugenvernehmungsprotokolle aus dem Epstein-Komplex fehlten. Darunter befanden sich die drei nun nachgereichten Memos. Sie beschreiben Aussagen einer Frau, die FBI-Agenten gegenüber erklärt hatte, Jeffrey Epstein habe sie vor Jahrzehnten wiederholt körperlich und sexuell missbraucht – beginnend etwa im Alter von 13 Jahren. Dieselbe Zeugin warf Donald Trump vor, sie ebenfalls sexuell übergriffen zu haben.
Die „302“-Protokolle fassen zusammen, was Zeuginnen und Zeugen den Ermittlern mitgeteilt haben. Sie enthalten weder zusätzliche Belege noch Einschätzungen der Agenten. Die Vorwürfe gegen Trump sind bislang nicht gerichtlich bestätigt und wurden von ihm stets zurückgewiesen.
Die Veröffentlichung erfolgte inmitten anhaltender Debatten um die vollständige Aufarbeitung der Epstein-Akten und die Rolle prominenter Persönlichkeiten in dem Fall. Das Justizministerium hatte bereits große Teile der Ermittlungsunterlagen freigegeben, nachdem Gerichte und Medien auf eine umfassende Transparenz gedrängt hatten.
(Quelle: CNN, „Justice Department posts FBI interview memos related to Trump sex abuse allegation“, aktualisiert 6. März 2026; ergänzende Berichte US-Medien, 5.–6. März 2026)
