Neue Studie beleuchtet die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Lösung der Migrationskrise

Durch | 25. Juni 2025

Die Studie untersuchte zunächst die versuchten Grenzübertritte zwischen 2011 und Anfang 2017 über fünf wichtige Migrationsrouten im Mittelmeer: ??das westliche Mittelmeer, das Häfen in Algerien und Marokko mit Spanien verbindet; die westafrikanische Route, die die Westküste Afrikas mit den Kanarischen Inseln verbindet; das zentrale Mittelmeer, das Italien und Malta mit Libyen, Tunesien und Ägypten verbindet; die östliche Grenzroute, die auf dem Landweg von Osteuropa in die Türkei führt und schließlich die östliche Mittelmeerroute, die eine wichtige Verbindung zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien darstellt. Dann wurden die Nationalitäten, die vor Oktober 2015 (als der Gemeinsame Aktionsplan vorgelegt wurde) vorwiegend die östliche Mittelmeerroute nutzten, mit Kontrollgruppen verglichen. Das Hauptziel der Analyse besteht darin, die Auswirkungen des Abkommens auf die Nutzung verschiedener Routen durch verschiedene Nationalitäten abzuleiten. 

Aus der Studie geht hervor, dass zwischen April und Dezember 2016 rund 2.000 Migranten, die sonst die östliche Mittelmeerroute benutzt hätten, auf das zentrale Mittelmeer umgeleitet wurden, eine Route, die mit gefährlicheren Seepassagen und einem wesentlich höheren Sterberisiko verbunden ist. Die Todesrate auf der zentralen Mittelmeerroute hat sich nach dem Abkommen infolge mehrerer großer Schiffsunglücke vor der libyschen Küste nahezu verdoppelt. Durch die Kombination von kausalen Schätzungen der umgeleiteten Überfahrten mit den beobachteten Sterberaten berechnet die Studie einen Nettoanstieg von rund 45 Todesfällen, die auf die Auswirkungen der EU-Türkei-Erklärung zurückzuführen sind. Die Sorge ist, dass einige Migranten lediglich ihre Route änderten, anstatt die Reise abzubrechen. Da die zentrale Mittelmeerroute wesentlich gefährlicher ist, führte die EU-Türkei-Erklärung unter dem Strich zu einem Nettoanstieg der Todesopfer.

DOI

10.1057/s41599-025-04900-1

Autoren-Avatar
LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände