Pausen von digitalen Medien verbessern kurzfristig Stimmung und Wohlbefinden

Durch | 8. Januar 2026

Eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zeigt, dass bewusste Pausen von digitalen Medien die Stimmung leicht verbessern und zu mehr Energie und sozialer Verbundenheit führen. Der Effekt ist jedoch klein und hält nur zwei bis drei Stunden an. Ein Zusammenhang mit reduziertem Stress ließ sich nicht nachweisen.

Die Forscher um Alicia Gilbert vom Institut für Publizistik der JGU beobachteten 237 junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren über zwei Wochen. Die Teilnehmer berichteten mehrmals täglich über ihr aktuelles Medienverhalten und Befinden – insgesamt zu 12.407 Situationen. Im Gegensatz zu früheren Interventionsstudien, die strikte Abstinenz vorschreiben, erfasste die Untersuchung natürliche Digital-Disconnection-Praktiken im Alltag, wie das Weglegen des Smartphones, Stummschalten von Benachrichtigungen oder Aktivieren des Flugmodus.

Häufig nutzten die Teilnehmer während einer Pause von einem Medium ein anderes weiter, etwa den Laptop statt des Handys. Dennoch berichteten sie bei häufigerer als üblicher Offline-Zeit von besserer Stimmung.

Der positive Effekt war stärker, wenn die Pause freiwillig erfolgte. Vorgeschriebene oder erwartete Abstinenz konnte die Stimmung sogar verschlechtern. Druck zur Medienabstinenz wirkt demnach kontraproduktiv.

Die Ergebnisse wurden in Communication Research veröffentlicht (DOI: 10.1177/00936502251387830).

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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