Sam Altman warnt vor KI-Blase: OpenAI bereit für alle Szenarien

Durch | 22. August 2025

San Francisco, CA – In einer bemerkenswerten Stellungnahme hat Sam Altman, CEO von OpenAI, am Donnerstag, dem 14. August 2025, bei einem privaten Abendessen mit Journalisten erklärt, dass der KI-Markt derzeit von übermäßiger Euphorie geprägt sei. Laut Berichten von The Verge prognostizierte Altman, dass „jemand eine phänomenale Menge Geld verlieren wird“, während sein Unternehmen gleichzeitig eine Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar für eine sekundäre Aktienverkaufsrunde anstrebt – ein Anstieg von 300 Milliarden US-Dollar innerhalb weniger Monate.

Altman verglich die aktuelle Begeisterung für KI mit der Dotcom-Blase der 1990er Jahre und betonte, dass Investoren übermäßig optimistisch seien. „Befinden wir uns in einer Phase, in der Investoren insgesamt übermäßig begeistert von KI sind? Meine Meinung ist: Ja“, erklärte er. Gleichzeitig zeigte er sich ambitioniert und kündigte an, dass OpenAI in naher Zukunft „ Billionen von Dollar in den Bau von Rechenzentren investieren“ werde. Er prognostizierte zudem, dass ChatGPT bald „Milliarden von Menschen täglich“ bedienen werde – ein ehrgeiziges Ziel, wenn man bedenkt, dass Facebook derzeit etwa drei Milliarden monatliche Nutzer verzeichnet. Altmans Vision würde bedeuten, dass ChatGPT fast die Hälfte der Weltbevölkerung täglich erreicht, ein äußerst optimistischer Ausblick.

Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem OpenAI mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist. Obwohl das Unternehmen im Juli 2025 einen monatlichen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar erreichte, wird ein jährlicher Verlust von fünf Milliarden US-Dollar prognostiziert. Zudem sorgte die Einführung von GPT-5 Anfang 2025 für Kontroversen, da das Modell als enttäuschend wahrgenommen wurde und in vielen Bereichen nicht die versprochenen Fortschritte lieferte. Altman räumte ein, dass die Einführung von GPT-5 Fehler aufwies, bet Penalized und zeigte sich optimistisch hinsichtlich der langfristigen Bedeutung von KI. „KI ist das Wichtigste, was seit langem passiert ist“, betonte er, räumte jedoch ein, dass die hohen Bewertungen von KI-Startups, die oft nur aus „drei Personen und einer Idee“ bestehen, irrational seien.

Die Warnung vor einer KI-Blase fällt zeitlich mit einer neuen MIT-Studie zusammen, die aufzeigt, dass 95 Prozent der KI-Pilotprojekte in Unternehmen keine schnelle Umsatzsteigerung bringen. Die Studie „GenAI Divide: State of AI in Business 2025“ führt die Misserfolge auf Implementierungsprobleme zurück, nicht auf die Qualität der Modelle selbst. Gekaufte KI-Tools seien zu 67 Prozent erfolgreich, während selbst entwickelte Systeme nur in einem Drittel der Fälle funktionierten. Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, KI effektiv einzusetzen, was die Skepsis gegenüber den aktuellen Marktbewertungen verstärkt.

Trotz seiner Warnungen bleibt Altman optimistisch bezüglich der langfristigen Auswirkungen von KI. Er glaubt, dass die Technologie die Wirtschaft tiefgreifend transformieren wird, ähnlich wie das Internet nach der Dotcom-Blase. OpenAIs massive Investitionen in Infrastruktur – unterstützt durch Partnerschaften mit Microsoft, Google Cloud und anderen – unterstreichen Altmans Entschlossenheit, die Kapazitätsengpässe zu überwinden und das Wachstum von ChatGPT voranzutreiben. Die Ankündigung erfolgt inmitten eines fieberhaften KI-Investitionsbooms, bei dem große Technologieunternehmen wie Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta im Jahr 2025 zusammen 364 Milliarden US-Dollar für KI ausgeben wollen.

Die Kommentare Altmans lösten gemischte Reaktionen aus. Auf X spiegeln Beiträge die Besorgnis wider, dass die KI-Blase platzen könnte, betonen aber auch, dass strategische Investitionen und greifbare Ergebnisse entscheidend sind, um den Abschwung zu überstehen. Ein Nutzer schrieb, die Ära des „Geld reinwerfen und schauen, was hängen bleibt“ sei vorbei, und es gehe nun um nachhaltige Strategien. Ein anderer wies darauf hin, dass 99 Prozent des aktuellen KI-Hypes „Lärm und Mitläufertum“ seien, aber ein Prozent dennoch bedeutend sein könnte.

Die Spannung zwischen Altmans Warnung vor einer Blase und seinen ehrgeizigen Plänen verdeutlicht die Zwickmühle der Branche: Während die kurzfristigen Bewertungen übertrieben sein mögen, könnte die Infrastruktur, die heute gebaut wird, langfristig eine solide Grundlage für die KI-Revolution bilden – ähnlich wie die Glasfasernetze nach der Dotcom-Blase. Die Frage bleibt, ob OpenAI und andere führende Akteure den drohenden Marktkorrekturen standhalten können, oder ob die Blase tatsächlich platzt und erhebliche Verluste mit sich bringt.

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