US-Regierung erwägt Anteilserwerb an Intel nach Trumps Kritik an CEO

Durch | 16. August 2025

Die Trump-Regierung prüft laut einem Bericht des Wall Street Journal die Möglichkeit, eine finanzielle Beteiligung am angeschlagenen Chiphersteller Intel zu erwerben. Die Gespräche, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, folgten auf ein Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Intel-CEO Lip-Bu Tan am Montag im Weißen Haus, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen dem Wall Street Journal mitteilten. Intel bezeichnete die Berichte als Spekulation, und Details zu einer möglichen Vereinbarung sind noch unklar.

Die Diskussionen kommen nur wenige Tage, nachdem Trump öffentlich die sofortige Rücktrittsforderung an Tan richtete. Diese Forderung wurde durch einen Brief des republikanischen Senators Tom Cotton ausgelöst, der Tan „besorgniserregende“ Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas vorwarf. Die Überlegungen zur Beteiligung an Intel könnten Teil von Trumps Strategie sein, die heimische Halbleiterproduktion zu stärken, insbesondere angesichts der Verzögerungen bei Intels geplantem Werk in Ohio, das als Schlüsselprojekt für die US-Technologieführerschaft gilt.

Die potenzielle staatliche Beteiligung markiert einen ungewöhnlichen Schritt hin zu einer stärkeren staatlichen Einflussnahme in der Privatwirtschaft, die von einigen als „Staatskapitalismus“ bezeichnet wird. Sie spiegelt Trumps jüngste Initiativen wider, wie etwa Beteiligungen an anderen strategisch wichtigen Unternehmen. Intels Aktienkurs stieg nach den Berichten um über 7 % im regulären Handel und weitere 2,6 % nach Börsenschluss, was die Markterwartungen an eine mögliche staatliche Unterstützung widerspiegelt.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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