Einsamkeit steigert Alkoholkonsum über Gehirnschaltung

Durch | 25. August 2026

Chicago – Soziale Isolation verändert eine spezifische Hirnschaltung und führt bei männlichen Mäusen zu erhöhtem Alkoholkonsum. Bei weiblichen Mäusen sinkt der Konsum dagegen. Das zeigt eine Studie der Northwestern University und des Salk Institute, die in Nature Neuroscience veröffentlicht wurde (DOI: 10.1038/s41593-026-02413-x).

Das Team um Reesha Patel hielt erwachsene Mäuse entweder in Gruppen oder isoliert. Über zwei Wochen hatten die Tiere täglich eine Stunde Zugang zu einer 15-prozentigen Alkohollösung. Männliche isolierte Mäuse steigerten ihren Konsum schrittweise, weibliche reduzierten ihn.

Ursache ist eine Überaktivität der Verbindung zwischen der basolateralen Amygdala und dem medialen präfrontalen Kortex. Wird diese Schaltung bei nicht isolierten Männchen künstlich aktiviert, trinken sie mehr. Wird sie bei isolierten Tieren gehemmt, sinkt der Konsum wieder.

Die Ergebnisse liefern eine biologische Erklärung dafür, warum Einsamkeit das Risiko für Alkoholsucht erhöhen kann. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede deuten auf unterschiedliche neuronale Strategien hin. Die identifizierte Schaltung könnte künftig als Ansatzpunkt für Therapien dienen.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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