Binghamton – Ein neues Buch liefert einen quantitativen Rahmen, um Menschenrechtspraktiken weltweit und im Zeitverlauf zu vergleichen. Dabei treten sowohl über- als auch unterdurchschnittlich abschneidende Staaten zutage.
Die Autoren David Cingranelli und Mikhail Filippov von der Binghamton University sowie Skip Mark und Ashlea Rundlett von der University of Rhode Island stützen sich auf das CIRIGHTS-Datenprojekt, den bislang größten Datensatz seiner Art. Länder erhalten Punkte von null bis 100 dafür, wie gut sie international anerkannte Menschenrechte schützen.
Im Durchschnitt erreichen Regierungen 70 von 100 Punkten. Die Vereinigten Staaten liegen bei 62,5 Punkten. Iran erhält null Punkte. Demokratien und reichere Länder schneiden in der Regel besser ab, doch einige Staaten weichen von diesem Muster ab.
Überperformer erzielen angesichts struktureller und historischer Hürden bessere Ergebnisse als erwartet. Unterperformer bleiben hinter den Erwartungen zurück. Einige Länder, darunter die USA, Nordkorea, Deutschland und Venezuela, konnten wegen fehlender Daten nicht in die Leistungsbewertung einbezogen werden.
Das Buch betont, dass Menschenrechte messbar und vergleichbar seien. Systematische Daten zwängen dazu, Eindrücke an Belegen zu prüfen. Die Arbeit erscheint bei SUNY Press in der Reihe Human Rights.
