Ungleichheiten bei der Stillhäufigkeit in den USA

Durch | 20. Juli 2026

Eine bundesweite Analyse zeigt starke regionale Unterschiede beim Anteil der Mütter, die ihre Neugeborenen stillen. Die Stillraten reichen je nach County von etwa 22 bis über 90 Prozent. Rasse, Bildungsstand und die Wohnortgröße (städtisch oder ländlich) spielen dabei eine wichtige Rolle.

Hintergrund

Das Stillen von Säuglingen gilt als wichtige Maßnahme zur Verbesserung der kindlichen Gesundheit. Es senkt das Risiko für plötzlichen Kindstod, Übergewicht und verschiedene chronische Erkrankungen. Dennoch gibt es in den USA erhebliche Unterschiede bei der Stillhäufigkeit. Eine Studie der University of California, Riverside hat diese Ungleichheiten auf County-Ebene detailliert untersucht.

Studiendesign

Die Forscher analysierten Daten zur Stillhäufigkeit für die Geburtsjahrgänge 2018 und 2019 aus fast 96 Prozent aller US-Counties. Sie kombinierten CDC-Daten mit weiteren Quellen und nutzten ein fortgeschrittenes räumliches statistisches Verfahren (Multiscale Geographically Weighted Regression, MGWR), das es ermöglicht, regionale Unterschiede in den Einflussfaktoren zu berücksichtigen.

Wichtige Ergebnisse

Neben bekannten Faktoren wie Rasse und Bildung zeigte sich, dass auch der Anteil weiblicher Einelternhaushalte, die Präsenz von Behinderungen und die Frauenerwerbsquote lokal stark mit der Stillhäufigkeit korrelieren. In vielen Regionen, darunter Teile von Appalachia und der Golfküste, liegen die Raten deutlich unter dem nationalen Durchschnitt. Höhere Raten finden sich hingegen häufig in Teilen Kaliforniens, des Pazifischen Nordwestens und des Nordostens.

Bedeutung

Die Studie verdeutlicht, dass nationale Durchschnittswerte die lokalen Unterschiede überdecken und eine einheitliche Strategie wenig wirksam sein dürfte. Die Autoren empfehlen gezielte, ortsbezogene Maßnahmen wie eine bessere Versorgung mit Stillberatung, die Förderung von Stillgruppen und eine Ausweitung des WIC-Programms. Die detaillierte Kartierung könnte helfen, Ressourcen gezielter einzusetzen.

FAQ

Wie groß sind die regionalen Unterschiede?
Die Stillhäufigkeit variiert je nach County zwischen etwa 22 und über 90 Prozent.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Neben Rasse und Bildungsstand auch die Wohnortgröße, der Anteil weiblicher Einelternhaushalte und die Frauenerwerbsquote.

Warum sind lokale Analysen wichtig?
Nationale Durchschnittswerte verdecken starke regionale Unterschiede und erschweren eine gezielte Förderung.

Welche Maßnahmen empfehlen die Forscher?
Stärkere Förderung von Stillberatung, Stillgruppen und eine Ausweitung von Unterstützungsprogrammen wie WIC.

Quelle
10.1371/journal.pgph.0005659

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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